Manuka Honig und das UMF® Label

Rolf Andres und John Rawcliff Geschäftsführer der UMFHA

Was bedeutet UMF?

John Rawcliff ist der General Manager der UMF Honey Association, wir treffen ihn an seinem Wohnort in Saint Heliers in der Nähe von Auckland.

In der 70er Jahren wurde an der Waikato University in Hamilton NZ nachgewisen, dass Manuka Honig eine antibakterielle Wirkung hat, welche jene von anderem Honig bei weitem übertrifft. Es war jedoch nicht bekannt, was diese Wirksamkeit bewirkt.

Dass einer der wichtigsten Inhaltstsoffe „Methylglyoxal“ den antibakteriellen Effekt hervorruft, weiss man erst seit 2006.

Vor dieser Zeit war es der einzigartige Manuka Faktor. Oder eben „Unique Manuka Factor“. Die Abkürzung dafür „UMF“, wurde geschützt und die Organisation dahinter, die UMF Honey Association, ist bis heute die einzige unabhängige Organisation, die nicht nur für die Authentizität und Qualität des Manuka Honigs garantiert,sondern auch die Wirksamkeit jedes einzelnen Glases bezeichnet. 

Thank you John for your time. It was great pleasure to meet you

Rolf Andres betrachtet enen Manuka Busch in voller Blüte

Die UMF Honey Association

1998 wird die Handelsmarke "UMF" offiziell bei einer Imker Veranstaltung in Paengaroa in der Bay of Plenty vorgestellt. Eben da wo Comvita, der Partner von beewell® ihren Hauptsitz hat. 

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, wird rings um den Globus ca. 10mal mehr Manuka Honig verkauft als überhaupt produziert wird. Daher hat die UMF Honey Association ein weltweit führendes Wissenschaftsprogramm entwickelt, das sich darauf konzentriert, die einzigartigen Inhaltsstoffe von echtem Manuka Honig zu identifizieren, um die Verbraucher und die Industrie zu schützen. Mehr dazu erfahren wir weiter unten von Dr. Terry Braggins.

Der UMF Honey Association überwacht die Verwendung des UMF-Labels und unterstützt Lizenznehmer und Verbraucher durch ein umfassendes Wissenschafts- und Forschungsprogramm und andere Aktivitäten, darunter:

Die wichtigste Aufgabe der UMFHA besteht darin, die Positionierung und Verbraucherwahrnehmung von Manuka-Honigprodukten, welche das UMF-Label tragen, zu stärken. Dies geschieht durch die Anwendung von Standards, die proaktive Förderung von Produktattributen und -vorteilen sowie den Schutz der Integrität derMarke in nationalen und internationalen Märkten.

Dr. Terry Braggins Leiter des Analytica Labors in Hamilton

Wie wird UMF Manuka-Honig analysiert?

Selbstverständlich verfügt unser Partner Comvita über eigene Labors um die Qualität ihres Honigs zu testen.

Alle Mitglieder der UMF Honey Association, die das UMF-Label auf ihren Etiketten tragen wollen, verpflichten sich nach den Richtlinien der Organisation zu produzieren. Dies umfasst auch den Nachweis und die Analysen durch unabhängigen Labors.

Eines dieser Labors ist Analytica mit ihrem Leiter Terry Braggins. Analytica hat seinen Sitz auf dem Campus der Waikato Universität in Hamilton. An dieser Universität werden seit Jahrzehnten Forschungen zum Thema Manuka Honig betrieben. Nirgendwo auf der Welt ist grössere Expertise zum Thema zu finden.

„Thank you so much Terry for your detailed explains in what you do and how do you analyze Manuka Honey. Thank you for your time and your hospitality.“

Mehr zu Analytica gibts hier: www.analytica.co.nz

Die Inhaltsstoffe

Wir wollen die wissenschaftlichen Nachweise nicht all zu breit auslegen, zu komplex ist das Thema. Trotzdem wollen wir kurz darlegen, was wir gelernt haben.

Wie wir wissen ist Methylglyoxal oder kurz: „MGO“, ein Indikator für die Wirksamkeit von Manuka Honig. Jedoch bei weitem nicht die einzige. Während beispielsweise bei Kleehonige nur einige wenige Elemente die Zusammensetzung definieren, sind es bei Manuka Honig mehrere tausend, die zusammenspielen und somit die Wirksamkeit des Honigs bestimmen.
Innerhalb der Neuseeländischen Regierung definiert das MPI (Ministerium für primäre Industrien), welche Inhaltsstoffe in welchen Mengen vorhanden sein müssen. Tatsächlich spielt „MGO“ dabei keine Rolle. Allerdings unterscheidet die Regierung zwischen reinem „Monofloral“ Manuka Honig und Manuka Honig Mischungen „Blends“. Dabei müssen 5 Faktoren zusammenspielen, damit Manuka Honig als solcher bezeichnet werden darf. Hier kurz als Beispiel die Definition für reinen „Monofloral“ Manunka Honig. Folgende Inhaltsstoffe müssen in den bezeichneten Mengen nachweisbar sein:

1. 3-Phenylmilchsäure > 400mg/kg
2. 2‘-Methoxyacetophenon > 5mg/kg
3. 4-Hydroxyphenylmilchsäure > 1mg/kg
4. 2-Methoxybenzoesäure > 1mg/kg
5. Manuka Pollen DNA Test 
Die DNS des Pollens im Honig muss in ausreichender Menge nachweislich von der Manuka Pflanze stammen.

Wenn alle diese Anforderungen erfüllt sind und nur dann, darf ein Manuka Honig als solcher bezeichnet werden.

Für die Analyse sind Massenspektromter und Reinraum-Laboratorien notwendig. Analytica betreibt Anlagen und Apparate im Wert von mehreren Millionen Dollar. Es ist tatsächlich Eindrücklich, welcher Aufwand betrieben wird um Fälschungen und Missbrauch vorzubeugen. So ist es gemäss Terry Braggins möglich, Methylglyoxal künstlich herzustellen und dem Honig zuzufügen. Allerdings fügt er an, dass ihm nur ein Fall bekannt ist in welchem dies nachgewiesen werden konnte. Zudem sagt er dass es wirklich schwer sei dies zu tun und er kann sich nicht vorstellen, dass dies tatsächlich jemand tun würde.

Und wer es ganz genau nachlesen will, der findet hier die Details: Ministry for primary industries MPI